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WIEDER BESSER SEHEN

Im Alter besser sehen dank moderner Technik
Mit zunehmendem Alter steigt auch die Gefahr von Augenerkrankungen wie Grauer Star und Grüner Star, der Altersbedingten Makuladegeneration und Hornhautverdünnung. In diesem Zusammenhang kommt es immer zur Einschränkung der Sehfähigkeit, wenn auch in unterschiedlichen Abstufungen und Ausprägungen. Die moderne Diagnostik und Medizintechnik ermöglicht jedoch in den meisten Fällen eine Verzögerung des weiteren Krankheitsverlaufs, manchmal sogar eine Heilung und Wiederherstellung des Sehvermögens.

Rechtzeitige Vorsorge garantiert bessere Heilungsaussichten beim Glaukom
Je früher eine Erkrankung durch einen Augenarzt erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Oft sind Symptome für den Erkrankten im Anfangsstadium nicht spürbar. Erst wenn es zu Einschränkungen des Sehens oder des Gesichtsfeldes kommt, zieht er einen Arztbesuch in Betracht. Häufig ist die Krankheit dann bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.
Gehen Sie also regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen und informieren Sie sich auf unserer Website zu eindeutigen Symptomen und Risikofaktoren.

Gestiegene Heilungschancen für die altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Dank intensiver Forschung, u. a. in der Augenklinik am Marienplatz, wurden in den letzten Jahren die Behandlungsmethoden für die Altersbedingte Makuladegeneration maßgeblich erweitert. Für Betroffene bedeutet dies: steigende Hoffnung darauf, wieder lesen und Gesichter erkennen zu können. Die Augenklinik am Marienplatz bietet hierfür verschiedene Methoden an.

Hornhaut-Spende noch weitgehend unbekannt
Aufgrund fehlender Informationen über die Möglichkeit einer Hornhaut-Spende ziehen viele diese nicht in Betracht. Dabei können mit ihrer gesunden Hornhaut sogar 85-Jährige noch einem Erkrankten zu neuem Augenlicht verhelfen.

 


Intraokularlinsen

Bei der Kataraktoperation wird die getrübte Linse des Auges entfernt. Die Operationstechnik nennt sich Klein- oder Kleinstschnitt Phakoemulsifikation oder micro incision cataract surgery (mics). Die Operation verursacht keine Schmerzen. Eine Spritze oder Injektion am Auge zur Betäubung ist nicht nötig und gerade bei Patienten, die Aspirin, Marcumar oder andere Medikamente zur Blutverdünnung nehmen, ist die Tropfanästhesie die schonenste Methode. Seit mehr als 50 Jahren schon kann die gealterte Linse durch ein Linsenimplantat ersetzt werden. Es war allerdings ein steiniger Weg mit vielen Rückschlägen bis der heutige Stand der Kunstlinsenimplantation erreicht wurde. Viele wichtige Innovationen waren nötig, zu denen in den vergangenen 20 Jahren auch Dr.Neuhann maßgeblich beigetragen hat.Der hier veröffentliche Überblick zu den Intraokularlinsen hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, was bei dem globalen Angebot auch kaum mehr möglich ist. Der Überblick soll unabhängig von Herstellern und Lieferanten, dem mündigen und interessierten Patienten eine Entscheidungshilfe bieten, welches Linsenimplantat das richtige für ihn ist.

  • Zunächst stellt sich die Frage was bei der Cataractoperation ersetzt wird?

Die menschliche Linse bei Patienten über 50 Jahre hat eine Brechkraft von  20 Dioptrien.  Diese Linse, die bei jungen Menschen beweglich ist und für die Akkomodation sorgt, ist, wenn getrübt, nicht mehr beweglich. Es ist somit logisch, dass bei der Entfernung des grauen Stars diese 20 Dioptrien fehlen. Früher wurden diese fehlenden 20 Dioptrien durch die sogenannte Starbrille – eben mit diesen 20 Dioptrien – ausgeglichen. Manchmal gelang dies auch mit Kontaktlinsen. Die heutige Lösung ist die entfernte Linse durch eine Kunstlinse zu ersetzen. Diese Kunstlinse ermöglicht wieder ungetrübtes Sehen. Eine solche Intraokularlinse stellt den Zustand wie vor der Trübung her.

  • Die nächste Frage ist, ob bei der Implantation der IOL die angeborene Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit mit-korrigiert wird, und wenn ja wie?

Mit der positiven Antwort auf diese Frage gab es die „Einheitskorrektur“ von 20 Dioptrien nicht mehr, sondern sehr viele verschiedene Stärken. Zur präzisen Berechnung der individuellen Dioptrien benutzt man die Ultraschalluntersuchung und neuerdings die optische Biometrie (IOL Master). Mit dieser neuen technischen Vorraussetzung werden die angestrebten Ergebnisse immer besser. Jedes Linsenimplantat hat aber seine eigene spezifische optische und anatomische Besonderheit.

  • Und die dritte Frage ist, aus welchem Material soll die Intraokularlinse sein?

Die häufigsten Materialien , die heute verwendet werden und sich als biokompatibel erwiesen haben, sind: Plexiglas oder PMMA, Silikone, HEMA und hydrophile sowie hydrophobe Acrylate. Es gibt aber noch wesentlich mehr Materialien die vertragen werden.




Die monofokale Linse

Ist die am häufigsten implantierte IOL und korrigiert entweder Ferne oder Nähe. Diese Linse bildet also nur in einen bestimmten Abstand scharf ab, die übrigen Abstände werden mit der Brille korrigiert. Die modernen monofokalen IOL’s haben alle einen UV Absorber, d.h. dass ultraviolettes Licht wie von der eigenen Linse absorbiert wird. Diese Linsen werden von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen bezahlt.

Der Blaulicht Filter (blue-blocker)

Die natürliche Augenlinse schützt die Netzhaut vor energiereichem Blaulicht, indem sie sich im Alter gelb färbt und dadurch in der Lage ist, blaues Licht zu einem bestimmten Anteil zu filtern. Dadurch, dass bei einer Katarakt-Operation die körpereigene Augenlinse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt wird, geht dieser natürliche Schutz verloren. Um aber auch nach der Katarakt-Operation die Netzhaut vor energiereicher Strahlung abzuschirmen, werden neuerdings auch Intraokularlinsen zusätzlich zum herkömmlichen UV- mit einem Blaulichtfilter versehen. Der schützende Effekt diese Filters konnte bereits in laborexperimentellen Studien nachgewiesen werden – Erkenntnisse aus Langzeit-Studien werden allerdings frühestens in fünf bis zehn Jahren vorliegen, da diese speziellen Intraokularlinsen erst seit vier Jahren auf dem Markt verfügbar sind. Für junge Patienten und solche, bei denen bereits erste Anzeichen einer Makulaerkrankung oder - veränderung diagnostiziert wurden, ist er laut Experten auf jeden Fall anzuraten, um Langzeitschäden der Netzhaut vorzubeugen. Weitere Information hier

Die monofokale asphärische (Blaufilter) Linse

Da unsere eigene Linse auch asphärisch ist macht es Sinn, Intraocularlinsen ebenfalls asphärisch herzustellen. Die optische Abbildungsqualität wird damit verbessert und das Farb- und Kontrastsehen weiter optimiert. Die monofokale asphärische IOL reduziert bei Patienten aller Altersgruppen sphärische Aberrationen, ermöglicht dadurch ein signifikant besseres Kontrastsehen und verbessert somit das funktionelle Sehvermögen der Patienten signifikant – auch bei nächtlichem Auto fahren!. Die monofokale asphärische IOL hat in USA daher den begehrten NTIOL-Status (New Technology IOL) erhalten. Insbesondere die Ergebnisse am Nachtfahrsimulator zeigen eindeutig, dass Patienten hinsichtlich ihres funktionellen Sehvermögens von der monofokalen asphärischen IOL profitieren können: In 34 von 36 getesteten Situationen des nächtlichen Straßenverkehrs schnitten Patienten besser ab, in 12 Situationen sogar statistisch signifikant besser, als mit einer sphärischen Intraokularlinse. Patienten können z. B. bei Nacht Straßenschilder oder Fußgänger eher erkennen und gewinnen daher im nächtlichen Straßenverkehr wertvolle Zeit, um angemessen zu reagieren. Damit ist die monofokale asphärische IOL vor allem für die Patienten hilfreich, die auch nach Kataraktoperation gut und sicher im nächtlichen Straßenverkehr zurechtkommen wollen. Der UV Filter ist obligat, mit oder ohne Blaufilter kann vor der Operation besprochen werden.

Die monofokale asphärische aberrations-korrigierende (Blaufilter) Linse

Diese Intraokularlinsen korrigieren theoretisch und praktisch die meist positive sphärische Aberration der Hornhaut. Da diese Hornhaut Aberration aber individuell ausgebildet ist muss sie erst gemessen werden, um das entsprechende Implantat zu wählen. Ein sehr aufwendiges Verfahren, das aber durchaus lohnenswert ist. Die monofokale asphärische aberrations-korrigierende IOL funktioniert nach einem vollkommen neuen Prinzip, das erstmals verbessertes Kontrastsehen für den Großteil der Kataraktpatienten weitgehend unabhängig von den Lichtverhältnissen und verschiedenen Faktoren innerhalb des Auges, ermöglicht. Die Linse ist "aberrationsfrei", was bedeutet, dass sie sich neutral gegenüber Abbildungsfehlern verhält. Das heißt, dass sie selbst unter nicht optimalen Bedingungen bestimmte Abbildungsfehler, wie sie von anderen IOLs bekannt sind, nicht verursacht. Somit werden Sehschärfe und Kontrastsehen nicht beeinträchtigt. Diese "Aberrationsfreiheit" wird dadurch erzeugt, dass die Vorder- und Rückfläche der Linse, die jede für sich schon Abbildungsfehler reduzieren, so kombiniert sind, dass eine Linse mit der gleichen Brechkraft vom Zentrum bis zum Linsenrand hin entsteht.

Die photochrome Linse

Diese Intraokularlinse verfärbt sich bei Vorhandensein von UV-Licht gelb und gibt so einen wirksamen Blaulichtfilter ab. Bei wenig Licht und in der Nacht wird die Linse klar und erspart dem Patienten die Nachteile konventioneller gelber Linsen. Sie verbindet damit die jeweiligen Vorteile sowohl gelber als auch klarer Linsen und stellt somit ein Optimum an Sicherheit und Komfort für die Patienten dar. Es gibt noch keine Langzeitstudien oder Ergebnisse.

Die multifokale Linse

Diese Implantate teilt man in Linsen mit diffraktiver und refraktiver Zone ein. Eine neue Variante ist die Apodisation. Keine dieser Multifokallinsen kann heute alle Lese- und Fernbereiche gleichermaßen gut ausgleichen. Jede dieser IOL’s hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Deshalb gibt es auch die unterschiedlichen Systeme. Es müssen immer Kompromisse eingegangen werden. Vorteil der Multifokallinse ist, dass man ohne Brille lesen kann und gleichzeitig auch entfernte Dinge sehen kann. Meist aber ist der mittlere Bereich wie der Abstand zum Computer Bildschirm nicht ideal scharf. Insgesamt ist mit einer Multifokallinse die Abhängigkeit von einer Brille deutlich geringer als mit einer Monofokallinse.

Multifokallinsen werden in verschiedenen Materialien angeboten, ebenso wie die übrigen Intraokularlinsen. Welches Material und welche Linse für ihr Auge geeignet ist,  wird in der Voruntersuchung bei uns bestimmt. Im wesentlichen verwenden wir in der Augenklinik hydrophobe, hydrophile, silikonhaltige und gelegentlich PMMA Linsen.

 

Die multifokale asphärische (Blaufilter) Linse

Ein sehr neues (2008) Implantat besitzt neben der apodisierten Optik mit sowohl diffraktiver Zone alsauch refraktivem Bereich zusätzlich noch den asphärischen Schliff. Damit werden Nachteile wie Kontrastverlust und Blendung weiter reduziert.

Die akkommodative Linse

Seit 1999 werden akkommodative Intraokularlinsen angeboten. Die guten Ergebnisse sowohl für Lesefähigkeit wie auch Sehen entfernter Dinge waren nur von kurzer Dauer. Nicht nur unsere eigenen Erfahrungen, sondern auch die anderer Anwender zeigten sehr ähnliche Ergebnisse. Hier geht die Entwicklung aber stürmisch weiter, es sind hier spannende Konzepte in Entwicklung.

Die torische Linse

Neben der Korrektur der angeborenen Fehlsichtigkeit kann bei der Operation des grauen Stars mit Hilfe der Mikro Inzisions Phakoemulsifikation (mics = micro incision cataract surgery) auch ein bestehender Astigmatismus ausgeglichen werden. Die torische Linse muss speziell vermessen und bestellt werden. Sie wird individuell gefertigt und benötigt ein sehr erfahrenes Operationsteam. Weltweit gibt es nur wenige Hersteller; wir arbeiten mit allen zusammen und haben deren Legitimation.

Die bi-torische asphärische aberrationskorrigierte Multifokal Linse

Ein Wunderwerk der optischen IOL-Technologie ist diese neue (2008) Intraokularlinse. Die klinische Anwendung ist technisch und operativ aufwendig und kann deshalb weltweit nur in wenigen Zentren stattfinden. Die bitorische aberrationskorrigierte Multifokal IOL für die Korrektur des Astigmatismus wird in zwei unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Beide Designs sind für optimale Stabilität im Kapselsack ausgelegt. Alle Linsen werden in enger Kooperation mit dem geschulten Operateur angefertigt, um eine perfekte optische Abbildungsqualität und volle Kompensation des Astigmatismus auch bei hohen Zylinderwerten zu erreichen.

Die einzigartige Herstellungstechnik ermöglicht die Fertigung eines neuartigen bitorischen Optikdesigns. Dieses Verfahren erlaubt es, den Zylinderwert proportional auf die Vorder- und Hinterfläche der IOL zu verteilen. Durch die Verkleinerungen des Unterschiedes beider Radien werden, im Vergleich zu einer monotorischen IOL, deutlich bessere Abbildungseigenschaften erzielt. Die Augenklinik am Marienplatz in München bietet dieses Wunderwerk an optischer Rafinesse an. Es wird als medizinisch nicht notwendig eingestuft und deshalb von den Krankenkassen nicht erstattet. Es muss mit Kosten zwischen 800 bis 1500 Euro gerechnet werden.

Das Bi-Optics Verfahren

Es gibt anatomische Besonderheiten, die nicht mit nur einer einzigen Operation behoben werden können. Hier bietet sich das Bi-Optics Verfahren an: zunächst wird mit einer Intraokularlinse ein Großteil der Fehlsichtigkeit korrigiert. Danach erfolgt eine erneute Vermessung und  die zweite optische Behandlung.  – Ebenso kann bei manchen Patienten trotz sorgfältigster Planung und Vermessung postoperativ nicht das optische Ergebnis eintreten, das vor der Operation besprochen und geplant wurde. Grund hierfür ist oft, dass trotz aller hi-tec Messverfahren es sich beim Menschen um eine biologische –sprich menschliche – Optik handelt und nicht um eine technische Optik. Jeder Einzelne ist trotz aller Computer und Formeln immer noch ein Unikat.
Um dennoch das besprochene und gewünschte Ziel zu erreichen, kann mit dem Bi-Optics Verfahren eine Optimierung geschaffen werden. Ein Femtosekunden Laser und/oder ein Excimerlaser arbeiten sehr genau und lasern eine weitere optische Korrektur. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn andere Maßnahmen zu riskant erscheinen. All diese Maßnahmen stehen in der Augenklinik Marienplatz zur Verfügung.

Noch ein Wort zu den Kosten:

Gesetzliche Krankenkassen aber zunehmend auch private Krankenkassen zahlen nur noch die Intraokularlinsen, die medizinisch notwendig sind. Und da gibt es eigentlich nur die monofokale Linse und die monofokale Blaufilter Linse. Diese Linsen nennen sich etwas salopp Standardlinsen. Premium Linsen wie die monofokale asphärische aberrations-korrigierende (Blaufilter) Linse, die photochrome Linse, alle multifokalen oder torischen Linse sowie das Bi-Optics System werden von den Kassen in Bayern nicht bezahlt. Die Kosten für Intraocular Linsen, die nicht im Leistungskatalog der Kassen enthalten sind, muss der Patient selbst übernehmen. Das ist deutlich besser als in anderen Bundesländern, da in Bayern zumindestens die Kosten für die OP von den Kassen übernommen werden.

Die Preisspanne bei Premiumlinsen geht von 200 Euro bis 2500 Euro pro IOL.

                 

Die Leistungen der Augenklinik am Marienplatz München im Überblick:

refraktive Laserchirurgie (Augenlaser Behandlung: Femto Lasik, LASIK München, Epi Lasik, LASEK, PRK, PTK)
Linsenimplantate (Einsetzen einer Kunstlinse: ICL, TICL, Artisan, Artiflex, Verisyse, PRL)
Grauer Star, Katarakt (Früherkennung und Operation des Grauen Stars) Multifokal Linsenimplant
Altersbedingte Makuladegeneration AMD(Früherkennung/Behandlung) Lucentis, Macugen, Avastin, Triam
Plastische Chirurgie (Lidchirurgie z.B. bei Tränensäcken, Schlupflidern)
Grüner Star, med. Glaukom (Früherkennung/Behandlung des Grünen Stars) HRT, Stratus OCT, GdX, Nerv Fibre Analyser, EMERA
 
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