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LASIK Operation Laser-in-situ-Keratomileusis

(Einschneiden der Hornhaut und Abschleifen ihres Inneren zur Herstellung optimaler Sehkraft)

Seit ihrer Einführung Anfang der 90er Jahre wurde die LASIK kontinuierlich weiterentwickelt und standardisiert. Weltweit millionenfach eingesetzt, ist sie derzeit die populärste Methode für refraktive Chirurgie. Ein LASIK-Patient hat sofort und schmerzfrei scharfe Sicht, da die Operation unter der schmerzempfindlichen Hornhautoberfläche vorgenommen wird und das Epithel, im Gegensatz zur LASEK, nicht erst nachwachsen muss.

ANWENDUNGSGEBIETE

Die LASIK wird seit 1990 angewandt und ist seit 1999 von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und dem Berufsverband der Augenärzte (BVA) zur Korrektur von bis zu -12 dpt Kurzsichtigkeit, +4 dpt Weitsichtigkeit und 3 dpt Astigmatismus wissenschaftlich anerkannt. Aufgrund der sehr guten Behandlungsergebnisse und des hervorragenden Heilungsverlaufs hat sich die LASIK-Methode weltweit gegenüber anderen Laserverfahren durchgesetzt.

DER OPERATIONSABLAUF

1. Schritt:
Verabreichung betäubender Augentropfen

2. Schritt:
Fixierung des Auges mit
einem Ring

3. Schritt:
Gewinnung einer Hornhautlammelle mit dem Keratom

4. Schritt:
Vorsichtiges Wegklappen der Hornhautlamelle

5. Schritt:
Schleifen der Hornhaut mit Excimer-Laser

6. Schritt:
ZurĂĽckklappen der Hornhautlamelle als
natĂĽrliches Pflaster

Mittels eines computergesteuerten Keratoms wird bei der LASIK-Methode ein dünnes Scheibchen der Hornhautoberfläche präpariert, dieses Scheibchen wie ein Deckel umgeklappt und das innere Gewebe der Hornhaut mit dem Excimer-Laser geschliffen. Im Anschluss wird der Hornhautlappen wieder zurückgeklappt und wächst von alleine wieder an.

Die LASIK wird ambulant durchgeführt und dauert nur ca. 10 - 15 Minuten. Durch die Verabreichung von lokal betäubenden Augentropfen ist die Operation absolut schmerzfrei.

Das Innere der Hornhaut kann mittels eines Excimer-Laser vorsichtig und präzise Schicht für Schicht abgetragen werden, bis die jeweils optimale Brechkraft erreicht ist: Bei Kurzsichtigkeit wird eine kleine Vertiefung eingeschliffen; bei Weitsichtigkeit wird im Hornhautzentrum eine stärkere Wölbung herausgearbeitet.

Da der durchgeführte Schnitt die Oberfläche der Hornhaut völlig unversehrt lässt, erfolgt die Heilung besonders schnell und beinahe vollkommen schmerzfrei. Auch die Sehkraft stabilisiert sich entsprechend schnell. Aus diesen Gründen wird die LASIK häufig auch bei Korrekturen von unter -6 dpt angewandt und ist weit mehr verbreitet als andere Verfahren.

NACH DER OP

Bei der LASIK-Methode ist die Heilung – bis auf ein geringes FremdkörpergefĂĽhl  – deutlich schneller und schmerzfreier als bei der LASEK. Die Sehleistung ist schnell relativ stabil, wobei es in den ersten Wochen zu leichten Schwankungen und Blendempfindlichkeit kommen kann. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt nur wenige Tage.

RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN

Sowohl die LASIK als auch die LASEK gelten als sehr sichere Behandlungsmethoden. Eine Garantie für ein standardisiertes Ergebnis gibt es jedoch bei keinem operativen Eingriff. Sollte es zu Komplikationen oder unerwünschten Nebenwirkungen kommen, sind diese in den meisten Fällen gut therapierbar.

Unter-/Ăśberkorrekturen
Ein großer Anteil der Patienten erreicht ein 100%iges Sehvermögen. Es kann aber sein, dass die Behandelten trotzdem für einige Tätigkeiten, die besonders gutes Sehen voraussetzen, eine Brille oder Kontaktlinsen benötigen – dies trifft vor allem auf Korrekturen von Astigmatismen und hohen Dioptrinwerten zu. Die hochpräzisen Laser der letzten Generation, die in der Augenklinik am Marienplatz verwendet werden, erlauben es in vielen Fällen aber, ein so genanntes Fine-Tuning, d.h. eine Nachkorrektur, vorzunehmen.

Verlust an Sehvermögen
Durch einen Eingriff können optische Aberrationen entstehen, die weder durch Brille noch Kontaktlinsen auszugleichen sind.

Trockene Augen
Unter Umständen kann das operierte Auge nach dem Eingriff nicht mehr genügend Tränenflüssigkeit bilden, um die Hornhaut feucht zu halten – vorübergehend oder dauerhaft. Dem kann jedoch entsprechend entgegengewirkt werden.

Mögliche Komplikationen speziell bei einer LASIK Infektion
Eine Infektion tritt selten auf, wird meist früh erkannt und kann medikamentös gut behandelt werden.

Ungewöhnlicher Schnittverlauf
Der Schnitt mit dem Keratom kann sich bei individuellen Eigenarten eines Auges schwierig gestalten. Wenn man dadurch keinen kompletten Hornhautlappen generieren kann, wird die Operation abgebrochen.

Einwachsendes Epithel
Teile des Epithels können sich nach dem Schnitt unter den Hornhautlappen schieben. Nach vorsichtigem Anheben des Lappens werden diese entfernt und der Lappen repositioniert.

EntzĂĽndung der inneren Behandlungszone
Meist entsteht eine leichte Entzündung, die von selbst abheilt. Stärkere Entzündungen können medikamentös behandelt werden.

TrĂĽbung
Manchmal tritt eine leichte TrĂĽbung der Hornhaut auf. Diese ergibt sich meist im Verlauf der Heilung oder kann in einem zweiten Eingriff beseitigt werden.

Fältelung
Selten können nach einer LASIK kleine Fältchen in dem dünnen vorderen Hornhautläppchen entstehen. Diese Fältchen können nur bei der Nachuntersuchung erkannt werden. Eine Glättung der Fältchen ist oft empfehlenswert und wird meist vor Ort durchgeführt.

LASIK Preis und Kosten

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Ă„rzte Zeitung online vom 15.08.2008
PKV muss LASIK-Behandlung zahlen
GÖTTINGEN (eb). Private Krankenversicherer müssen die Kosten für eine LASIKBehandlung der Augen erstatten. Das hat das Landgericht Göttingen entschieden.
Die Richter sahen die Behandlung mit LASIK (Laser in situ Keratomileusis) als medizinisch notwendig an und verurteilten ein privates Krankenversicherungsunternehmen dazu, einer kurzsichtigen Frau die Kosten zu erstatten.
Das Gericht fĂĽhrte nach Informationen des Dienstleisters Anwalt-Suchservice in der
UrteilsbegrĂĽndung aus, dass eine Behandlung nicht nur dann medizinisch notwendig ist, wenn ihre Eignung feststeht. Sie sei auch dann notwendig und damit fĂĽr die PKV
erstattungspflichtig, wenn zwar der Erfolg der Behandlung nicht sicher vorhersehbar sei, es aber nach medizinischen Erkenntnissen vertretbar sei, die Behandlung als notwendig anzusehen. Allerdings, so die Richter, sei ein höherer Grad an Erfolgswahrscheinlichkeit erforderlich, je weniger lebensbedrohend eine Krankheit ist.
Im konkreten Fall waren die Richter der Ansicht, dass die LASIK-Behandlung nicht aus rein kosmetischen GrĂĽnden erfolgte. Die Frau sei kurzsichtig gewesen, und LASIK geeignet, die Fehlsichtigkeit zu beseitigen.
In dem Prozess hatte sich der Krankenversicherer unter anderem darauf berufen, dass es sich bei dem LASIK-Verfahren nur um eine nachrangige Behandlungsmethode handele, da sie in Einzelfällen zu schweren Sehschädigungen führen könne. Die Patientin hätte sich also vorrangig mit Brille oder Kontaktlinsen zufrieden geben müssen.Dem hielt das Landgericht Göttingen jedoch entgegen, dass in den für den Vertrag relevanten Allgemeinen Versicherungsbedingungen keine Vor- oder Nachrangigkeit von Behandlungsmethoden geregelt sei. Eine Einschränkung bestehe nur darin, dass der Versicherer nur Methoden zahlen müsse, die von der Schulmedizin überwiegend anerkannt sind. Diese Voraussetzungen seien bei Lasik erfüllt. Nicht gedeckt von den Versicherungsbedingungen sei auch das Argument, dass die Versicherung bei mehreren alternativen Behandlungsmethoden nur die kostengünstigere zu erstatten habe.

Stichwort LASIK MĂĽnchen
Immer häufiger wird eine Myopie (Kurzsichtigkeit) chirurgisch korrigiert, etwa mit LASIK (Laser in situ Keratomileusis). Mehr als 120 000 Patienten wurden im vergangenen Jahr in Deutschland damit behandelt. Und so funktioniert die Methode: Der Chirurg schneidet mit einem Mikroskalpell ein hauchfeines Scheibchen der Hornhaut ein und klappt es wie einen Buchdeckel zurück. Mit dem Laser modelliert er die darunter liegende Schicht und klappt den Hornhautlappen wieder zurück. Der Hornhautlappen haftet wie ein Pflaster, die Wunde verheilt. (ars)
Urteil des Landgerichts Göttingen, Az.: 2 S 4/08