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LASEK Laser-Epithelial-Keratomileusis

(Abschleifen der Hornhaut von außen nach innen zur Herstellung optimaler Sehkraft)

Die LASEK – in einer früheren Modifikation PRK (Photorefraktive Keratektomie) genannt – wird seit 1986 angewandt und ist damit die älteste Form refraktiver Laser-Operationen. In der modernen Augenheilkunde beschränkt sich die LASEK heute meist auf Eingriffe bei dünnen Hornhäuten sowie auf therapeutische Eingriffe (Korrektur von Narben oder krankheitsbedingten Veränderungen der Hornhaut). Zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten kommt stattdessen – aufgrund verschiedener Anwendungsvorteile und einem schnelleren Heilungsprozess – überwiegend die LASIK-Methode zum Einsatz.

ANWENDUNGSGEBIETE

Nach den Grundlagen der Richtlinien der Kommission für refraktive Chirurgie ist eine LASEK bei Fehlsichtigkeiten von bis zu 6 dpt Kurzsichtigkeit und 3 dpt Astigmatismus indiziert.

DER OPERATIONSABLAUF

1. Schritt:
Verabreichung betäubender Augentropfen

2. Schritt:
Anlösen des Epithel mit
20 %iger Alkohollösung

3. Schritt:
Beiseiteschieben des Hornhautdeckels

4. Schritt:
Schleifen der Hornhaut mit
Excimer-Laser

5. Schritt:
Zurückschieben des Hornhautdeckels
 

Bei der LASEK wird das Hornhautepithel mit Alkohol gelöst und aufgerollt. Hiernach erfolgt die Lasermodellierung der oberen Hornhautschichten. Nach dem Lasern wird diese Zellschicht wieder zurückgerollt und mit einer therapeutischen Kontaktlinse abgedeckt.

Die kurze Operation wird ambulant und unter vorheriger Gabe örtlich betäubender Augentropfen durchgeführt, wobei die obersten Schichten der Hornhaut bis zum Erreichen der optimalen Stärke per Laser abgeschliffen werden. Dazu wird die Deckschicht der Hornhaut – das Epithel – mechanisch gelöst. Mittels eines Excimer-Lasers können so – der jeweiligen Fehlsichtigkeit entsprechend – bis zu 20% Hornhaut abgetragen werden. Das alles geschieht aufgrund der lokalen Anästhesie völlig schmerzfrei.
 
Durch permanente Messungen wird sichergestellt, dass genügend Hornhaut bestehen bleibt, um die Stabilität des Auges auch zukünftig zu gewährleisten. Nach dem Eingriff wird das Auge mit einer ultradünnen Verbandslinse abgedeckt, unter der sich das Epithel in den darauf folgenden Tagen regeneriert.

NACH DER OP

Nach einer LASEK können in den ersten beiden Tagen durch das relativ langsame Nachwachsen des Epithels Schmerzen wie Brennen oder ein unangenehmes Fremdkörpergefühl auftreten. Dazu kann es zu einer Schwellung und vermehrtem Tränenfluss kommen. Diese Folgeerscheinungen sind ungefährlich und klingen mit der Zeit völlig ab. Durch Schmerzmittel können Sie dem Brennen entgegenwirken. Während der ersten Nächte sollten Sie zur Sicherheit einen Augenschutz tragen.
Bei normalem Verlauf ist bei einer LASEK mit einer 7- bis 10-tägigen Arbeitsunfähigkeit zu rechnen.

RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN

Sowohl die LASEK als auch die LASIK gelten als sehr sichere Behandlungsmethoden. Eine Garantie für ein standardisiertes Ergebnis gibt es jedoch bei keinem operativen Eingriff. Sollte es zu Komplikationen oder unerwünschten Nebenwirkungen kommen, sind diese in den meisten Fällen gut therapierbar.

Unter-/Überkorrekturen
Ein großer Anteil der Patienten erreicht ein 100%iges Sehvermögen. Es kann aber sein, dass die Behandelten trotzdem für einige Tätigkeiten, die besonders gutes Sehen voraussetzen, eine Brille oder Kontaktlinsen benötigen – dies trifft vor allem auf Korrekturen von Astigmatismen und hohen Dioptrinwerten zu. Die hochpräzisen Laser der letzten Generation erlauben es in vielen Fällen aber, ein so genanntes Fine-Tuning, d.h. eine Nachkorrektur, vorzunehmen.

Verlust an Sehvermögen
Durch einen Eingriff können optische Aberrationen entstehen, die weder durch Brille noch Kontaktlinsen auszugleichen sind.

Trockene Augen
Unter Umständen kann das operierte Auge nach dem Eingriff nicht mehr genügend Tränenflüssigkeit bilden, um die Hornhaut feucht zu halten – vorübergehend oder dauerhaft. Dem kann jedoch entsprechend entgegengewirkt werden.