Toggle Head

EPI-LASIK

(Epitheliale Laser in situ Keratomileusis)

Bei der Epi-LASIK handelt es sich um eine Weiterentwicklung der LASEK-Operation. Diese automatisierte Variante der LASEK ist seit 2004 im Einsatz und gilt derzeit als das modernste Operationsverfahren im Bereich der Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Im Gegensatz zur LASEK wird bei der Epi-LASIK das Epithel nicht manuell mit Alkohol gel√∂st, sondern mit einem speziellen Keratom schonend beiseite geschoben. Nach der Behandlung mit dem Excimer-Laser wird das Epithel dann wieder zur√ľck gelegt und mit einer weichen Verbandskontaktlinse gesch√ľtzt.


Einsatz eines Kunststoff-Mikrokeratoms

Lasek Mikrokeratom von Ziemer Ophthalmic Systems

ANWENDUNGSGEBIETE

Nach den Grundlagen der Richtlinien der Kommission f√ľr refraktive Chirurgie ist eine Epi-LASIK bei Fehlsichtigkeiten von bis -5 ‚Äď 6,0 Dioptrien indiziert. Eine Epi-LASIK wird zum Beispiel bei besonders d√ľnner Hornhaut angewendet, wenn eine LASIK nicht mehr m√∂glich ist.

DER OPERATIONSABLAUF

1. Schritt:
Sanftes Einschneiden des Epithel mittels eines Kunststoffkeratoms

2. Schritt:
Aufklappen des Epithel und Laserung

3. Schritt:
Zur√ľckklappen des Epithel

4. Schritt:
Anlegen einer weichen Verbandskontaktlinse
   

Bei der Epi-LASIK wird ein computergesteuerter Minihobel, ein sogenanntes Mikrokeratom, eingesetzt, um das Hornhautepithel zur Seite zu schieben. Es wird ‚Äď wie bei der LASIK ‚Äď wie ein Buchdeckel aufgeklappt und nach dem Lasern wieder auf die Wunde gelegt. Dieser Mikrohobel funktioniert wie bei der LASIK, verwendet jedoch anstelle eines Messers einen Plastikschieber, der die Hornhaut besonders schonend behandelt.

In der Regel werden beide Augen an einem Tag operiert. Wie bei der LASEK- und der LASIK-Methode handelt es sich um einen ambulanten Eingriff von kurzer Dauer. Durch die Verabreichung von lokal betäubenden Augentropfen ist die Operation absolut schmerzfrei.

W√§hrend bei der LASIK ein Schnitt innerhalb des Gewebes erfolgt, wird bei der Epi-LASIK nur die Schutzschicht, das Epithel, von der darunter liegenden Membran getrennt und mit dem Epikeratom mittels einer stumpfen Kunststoffklinge zur Seite geschoben. Die Laserung erfolgt dann in dieser Schicht. Nach dem Laserabtrag an der Oberfl√§che wird das Epithel wieder zur Abdeckung der Wunde verwendet und w√§chst dort an. Nach der Operation wird das Epithel f√ľr drei Tage mit einer weichen Verbandskontaktlinse gesch√ľtzt.

Im Gegensatz zur LASIK erfolgt das Anwachsen des zuvor abgetrennten Epithels nicht in wenigen Stunden. Die Heilung erfordert hier mindestens f√ľnf bis sieben Tage.

NACH DER OP

W√§hrend der Heilungsphase wird das Auge durch eine Verbandskontaktlinse gesch√ľtzt. In dieser Zeit ist mit m√§√üigen Schmerzen und leichten Beschwerden wie einem Brennen, einem unangenehmen Fremdk√∂rpergef√ľhl und einem Tr√§nen der Augen zu rechnen. Die Wiederherstellung des Sehverm√∂gens dauert einige Tage, also deutlich l√§nger als bei einer LASIK, jedoch kommt diese Methode ganz ohne einen Schnitt im Hornhautgewebe aus. Nach Entfernung der Kontaktlinse bessert sich das Sehverm√∂gen weiter, wobei es in den ersten Wochen zu leichten Schwankungen und Blendempfindlichkeit kommen kann. Die Arbeitsunf√§higkeit betr√§gt nur wenige Tage.

RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN

Genauso wie die LASIK und die LASEK gilt auch die Epi-LASIK als sehr sichere Behandlungsmethode. Eine Garantie f√ľr ein standardisiertes Ergebnis gibt es jedoch bei keinem operativen Eingriff. Sollte es zu Komplikationen oder unerw√ľnschten Nebenwirkungen kommen, sind diese in den meisten F√§llen gut therapierbar.

Unter-/√úberkorrekturen
Ein gro√üer Anteil der Patienten erreicht ein 100%iges Sehverm√∂gen. Es kann aber sein, dass die Behandelten trotzdem f√ľr einige T√§tigkeiten, die besonders gutes Sehen voraussetzen, eine Brille oder Kontaktlinsen ben√∂tigen ‚Äď dies trifft vor allem auf Korrekturen von Astigmatismen und hohen Dioptrinwerten zu. Die hochpr√§zisen Laser der letzten Generation, die in der Augenklinik am Marienplatz verwendet werden, erlauben es in vielen F√§llen aber, ein so genanntes Fine-Tuning, d.h. eine Nachkorrektur, vorzunehmen.

Verlust an Sehvermögen
Durch einen Eingriff können optische Aberrationen entstehen, die weder durch Brille noch Kontaktlinsen auszugleichen sind.

Trockene Augen
Unter Umst√§nden kann das operierte Auge nach dem Eingriff nicht mehr gen√ľgend Tr√§nenfl√ľssigkeit bilden, um die Hornhaut feucht zu halten ‚Äď vor√ľbergehend oder dauerhaft. Dem kann jedoch entsprechend entgegengewirkt werden.

Mögliche Komplikationen speziell bei einer Epi-Lasik Infektion
Eine Infektion tritt selten auf, wird meist fr√ľh erkannt und kann medikament√∂s gut behandelt werden.

Entz√ľndung der inneren Behandlungszone
Meist entsteht eine leichte Entz√ľndung, die von selbst abheilt. St√§rkere Entz√ľndungen k√∂nnen medikament√∂s behandelt werden.

Tr√ľbung
Manchmal tritt eine leichte Tr√ľbung der Hornhaut auf. Diese ergibt sich meist im Verlauf der Heilung oder kann in einem zweiten Eingriff beseitigt werden.