GRAUER STAR
Durch die Trübung der Augenlinse führt der Graue Star – auch Katarakt genannt – zu einer undeutlichen, verschleierten Sicht. Dieser Grund für schlechtes Sehen, speziell bei älteren Patienten, kann mit der neuen Micro Inzision Phakoemulsifikation (Schnittgröße nur noch 2mm!!) oder - exklusiv in der Augenklinik am Marienplatz - mit Aqualase behandelt werden. Während bei der Phakoemulsifikation eine Titannadel im Ultraschallbereich zum Schwingen gebracht wird, um die trüben zähen Linsenmassen abzusaugen genügt bei der Aqualase ein Wasserstrahl um das eingetrübe Linseneiweiß aus der Linsenhülle abzusaugen. Diese besonders schonende und sichere Methode ersetzt die körpereigene, trübe Linse durch eine klare Kunstlinse.
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DAS KRANKHEITSBILD
Symptome
Der Graue Star oder die Katarakt ist die schmerzlose Trübung der normalerweise klaren Augenlinse. Das Sehen der Patienten ist vergleichbar mit dem Blick durch ein Milchglasfenster, da das Licht nur noch beschränkt durch die Linse dringt. Die Farben sind blasser und die Sehschärfe nimmt ab. Damit einher geht eine höhere Lichtempfindlichkeit des Auges, da es sich langsamer an Hell-Dunkel-Kontraste anpassen kann. Der Krankheitsverlauf dauert meist mehrere Jahre.
Ursachen
Die häufigste Ursache des Grauen Stars ist der natürliche Alterungsprozess der Augenlinse. Ähnlich wie mit zunehmendem Alter die Haut Falten bildet oder die Haare ergrauen, trübt sich die ursprünglich klare Linse mit der Zeit ein. In der Regel tritt der Graue Star nach dem 60. Lebensjahr, in seltenen Fällen schon ab dem 50. Lebensjahr, auf.
Außerdem können Verletzungen und schwere Entzündungen des Augeninneren sowie Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes die Trübung der Linse bewirken.
In seltenen Fällen ist der Graue Star angeboren.
TECHNISCHE AUSSTATTUNG
In der Augenklinik am Marienplatz werden zwei Verfahren der Phakoemulsifikation eingesetzt: die Ultraschall- und die Wasserstrahltechnik (Aqualase).
DER OPERATIONSABLAUF
Da die Phakoemulsifikation eine sehr anspruchsvolle Behandlung ist, wird sie bei der Augenklinik am Marienplatz ausschließlich durch den medizinischen Leiter Dr. Tobias Neuhann durchgeführt.
Ultraschall-Phakoemulsifikation
Zunächst wird das Auge örtlich betäubt. Durch einen sehr kleinen, etwa zwei- selten drei Millimeter langen Schnitt wird eine dünne Titan-Sonde ins Auge eingeführt. Von der Sonde ausgesandte Schwingungen im Ultraschallbereich zerkleinern die trübe Linse. Die entstehende Emulsion wird durch eine Öffnung in der Sonde abgesaugt. Ein feines, dünnes und meist klares Hautsäckchen, der Kapselsack, bleibt zurück. In ihn wird die Kunstlinse exakt am gleichen Ort eingesetzt, an dem sich vorher die natürliche Linse befand.
AquaLase®-Phakoemulsifikation
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Das Auge wird örtlich betäubt. Anschließend wird durch einen sehr kleinen Schnitt ein so genanntes Handstück ins Auge eingeführt. Eine speziell erwärmte Kochsalzlösung wird in den Linsenkern geleitet und weicht dort nach und nach die Gewebsstrukturen auf. Die entstehende Emulsion wird abgesaugt. Ein feines, dünnes und meist klares Hautsäckchen, der Kapselsack, bleibt zurück. In ihn wird die Kunstlinse exakt am gleichen Ort eingesetzt, an dem sich vorher die natürliche Linse befand.
Bei dieser Methode kann eine thermische Beeinflussung am umliegenden Gewebe – im Gegensatz zur Ultraschall-Phakoemulsifikation – gezielt und vollständig ausgeschlossen werden.
INTRAOKULARLINSEN
Implantation der IOL in den Kapselsack
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Bei der OP werden Intraokularlinsen aus gesichert gewebsverträglichem Material ins Auge eingesetzt. Die körpereigene Linse sitzt in der Augenhinterkammer. In der Regel wird versucht, auch die Intraokularlinse dort zu platzieren.
Ist der Kapselsack erhalten, wird die Kunstlinse in diesen implantiert. Ist der Kapselsack zu schwach oder nicht erhalten, kann eine spezielle Kunstlinse retropupillar implantiert werden. Diese neuartige Implantation wurde an der Augenklinik am Marienplatz neu entwickelt. Die neuesten Entwicklungen bei diesen Linsen sind sehr empfehlenswert. Informieren Sie sich hier!
NACH DER OP
Das Auge wird mit einem Salbenverband abgedeckt. Der anschließende Tag sollte in Ruhe zu Hause verbracht werden.
Schon nach wenigen Tagen kann der Patient bereits wieder gut sehen, sofern keine anderen Erkrankungen des Auges vorliegen. Da die künstlichen Linsen aus sehr gut verträglichen Kunststoffen (PMMA, Silikon, Acryl) gefertigt sind, ist lebenslang keine Abstoßungsreaktion zu erwarten.
Auf anstrengende Arbeiten sollte noch vier bis sechs Wochen lang verzichtet werden. Alle alltäglichen Tätigkeiten können fast sofort wieder durchgeführt werden.
RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN
Die Phakoemulsifikation gilt als sehr sichere Behandlungsmethode. Eine Garantie für ein standardisiertes Ergebnis gibt es jedoch bei keinem operativen Eingriff.
Trübung
In Ausnahmefällen kommt es durch die entstehende Reibungswärme bei der Ultraschall-Phakoemulsifikation zu einer Erwärmung des umliegenden Gewebes. Störende Hornhauttrübungen können deren Resultat sein. Diese sind selten bedrohlich, aber dennoch unangenehm.
Nachstar
Bei manchen Patienten bildet sich Monate meist Jahre nach der Operation eine Membran im Bereich der Linsenkapsel, der so genannte Nachstar. Er lässt sich ambulant und schmerzfrei mit dem Laser beseitigen.



