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Laserbehandlung statt Lesebrille...

Die häufigste Fehlsichtigkeit beim Menschen ist die Altersweitsichtigkeit auch Presbyopie genannt. Sie beginnt etwa mit dem 45. Lebensjahr und ist etwa mit dem 60. Lebensjahr abgeschlossen. Die klassische Behandlung ist entweder die Gleitsichtbrille oder die einfache Lesebrille. Für viele jung gebliebene Patienten ist diese Korrektur zwar derzeit die einzige Möglichkeit den Nahbereich zu erkennen, die Brillen werden aber häufig abgelehnt.

Bisher kann die Augenheilkunde die Altersweitsichtigkeit neben Brille und Kontaktlinse nur per Linsenimplantation sehr erfolgreich behandeln.
Die Vorstellung einer Augen Operation war und ist jedoch einigen Patienten, besonders wenn sie sonst noch gut sehen, nicht sehr angenehm, weshalb immer wieder die Frage nach einer Laseroperation gestellt wurde.

Zusammen mit dem kolumbianischen Augenarzt Luiz Ruiz konnte nun ein Laserverfahren entwickelt werden, dass die Hornhaut des Patienten derart formt, dass der Nahbereich ohne Brille wieder erkannt wird ohne dass die Sicht für die Ferne wesentlich beeinträchtigt wird.

Dadurch ist es wieder möglich, dass sie die Tastatur und die SMS auf ihrem Handy ohne Lesehilfe lesen können, beim Friseur nicht nur die Bilder in der Illustrierten anschauen müssen, sondern auch den Text lesen können oder im Lokal ihr Essen ohne Gleitsichtbrille von der Speisekarte bestellen können.

Diese neuartige Methode ist patentiert und wird derzeit nur von wenigen  ausgesuchten Kompetenzzentren  angeboten. Wir sind stolz die sehr hohen Qualitätskriterien erfüllen zu können und Ihnen als süddeutsches Kompetenzzentrum diese Behandlung in der Augenklinik München am Marienplatz anbieten zu können.

Wenn Sie ganz genau wissen wollen, wie die Behandlung funktioniert, dann lesen Sie hier die wissenschaftliche Beschreibung:

Die Schnitte in das Stroma der Hornhaut werden mit Hilfe eines Femtosekundenlasers (FEMTEC®, 20/10PERFECT VISION AG, Heidelberg, Deutschland) innerhalb der Kornea erzeugt. Dafür wird die Strahlung des Lasers derart in die Kornea fokussiert, dass in einem Volumen mit einem Durchmesser von wenigen Mikrometern eine Mikroblase erzeugt wird, die zu einer lokalen Auftrennung der lamellären Struktur führt. Über ein computergesteuertes mikrofeines Spiegelsystem kann der Ort der Mikroblase bis auf wenige Mikrometer genau eingestellt werden und so ein individuelles Behandlungsmuster erzeugt
werden. Der dadurch induzierte refraktive Effekt resultiert in erster Linie auf einer lokalen Änderung der biomechanischen Eigenschaften, d.h. das gezielte Auftrennen lamellärer Strukturen bewirkt eine geringfügige Schwächung des Stromas, die zu einer lokalen Aufsteilung der kornealen Oberfläche führt, wodurch der gewünschte refraktive Effekt hervorgerufen wird. Das dafür notwendige, individuelle Behandlungsmuster, eine Kombination aus Ringen und radialen Schnitten, sowie die Energie der Laserpulse werden dabei maßgeblich durch die Art und Stärke der Fehlsichtigkeit bestimmt.